Worte zum Tag



Zeichen und Zeit auf dem Weg!

Von Geburt an ist unser Leben eng verbunden mit der Zeit und den Zeichen. Unsere Lebenszeitspanne zählen wir in Tagen, Monaten und Jahren. „ Alles hat seine Zeit“, sagt man.

Dafür finden wir auch eine klare Bestätigung in der Bibel: „ Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium“. Mk 1, 15. Damit setzt Jesus Zeit und Zeichen für seine Sendung und Botschaft vor der Welt. Dazu bietet Gott eine richtige Zeit den Menschen, dass durch Jesus Christus offenbarte Reich Gottes zu finden.

Das Herz ist für viele ein Zeichen der Liebe. Aber wie weit und wie tief der Begriff der Liebe ist, lässt sich schwer erklären! Man kann kein größeres Zeichen der Liebe zeigen, wenn jemand sein Leben für den anderen hingibt, wenn er alles opfert, was er hat, wenn er alles schenkt, was er besaß. Und das hat Jesus getan. Am Abend vor seinem Leiden sagte Jesus seinen Jüngern, als er Brot brach und es ihnen gab und ihnen einen Becher mit Wein reichte: „ Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird. Tut das zu meinem Gedächtnis!“

Jesus sprach von seiner Lebenshingabe. Nicht erst sein Sterben war Lebenshingabe. Sein ganzes Leben war hingebendes Leben. Im Brotbrechen des letzten Abendmahls zeigt Jesus seine hingebende Liebe. Am folgenden Tag hat er durch seinen Tod am Kreuz buchstäblich bewiesen, wie groß seine Liebe zu den Menschen ist!

Diese Woche feiern die katholischen Gläubigen in mehreren Orten das Fest, „Fronleichnam“. Es heißt, Dienst am lebendigen Leib des Herrn. Dieses Fest ist die Antwort auf seinen Dienst : Christus schenkt uns seine Liebe und Nähe, in den Zeichen von Brot und Wein, und dafür danken wir in ganz besonderer Weise Jesus Christus für dieses große Geheimnis seiner verborgenen Gegenwart. Es soll vergegenwärtigen, was Jesus getan und gelebt hat, „ Tut das zu meinem Gedächtnis!“- Als Feier und als Tun.

Im Anschluss der Heiligen Messe wird das eucharistische Brot in der Prozession hinaus auf die Straßen getragen als ein Zeichen, dass Gott mitten unter uns wohnt!

Gott setzt heute seine Gegenwart im Zeichen. Wir wollen rechtzeitig seine Nähe im Zeichen Gottes in unserer begrenzten Zeit suchen, spüren und erleben!

                                          Pater Cyriac Chandrankunnel, Katholische Kirche Nordharz

 

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