Worte zum Tag

Freude
Na, haben Sie Himmelfahrt gut überstanden? Sicher waren viele unterwegs, mit der Familie, mit Freunden, mit der Kirche oder im Verein. Hinauszugehen, die Natur zu genießen, miteinander etwas zu unternehmen, das macht Spass. Und der Mai bietet sich an mit seinen vielen Feiertagen. So manches Fest wird da gefeiert. „Geh aus mein Herz und suche Freud…“ so heißt es in dem bekannten Kirchenlied von Paul Gerhardt.
Es bereichert uns und läßt uns Neues erfahren, wenn wir hinausgehen. Nach dem langen Winter sind so manche froh, dass diese nach innen gekehrte Zeit ein Ende hat.
Die Freude suchen, das ist manchmal gar nicht so einfach. Denn was ist Freude überhaupt? Ein erhebendes Gefühl, ein schöner Gedanke, eine nette Begegnung, ein Zusammensein mit lieben Leuten, all das gehört sicher dazu. Freude entsteht, wo ich mich freue über etwas, das schön und gelungen ist. Das mag ein schönes Fest sein, das mag eine gelungene Feier sein, das kann auch die heimliche Freude sein, einfach die Natur zu genießen, den Kaffee am Nachmittag, die Ruhe im Garten.
Soviel Gutes hält Gott für uns bereit, um dieses Leben zu genießen. „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben;“ so geht das Lied weiter. Auch daran können wir uns erfreuen, dass ein anderer für uns alles so wunderbar geschaffen hat. Wer ein wenig in der Natur unterwegs ist - und sei es auch mit dem Bollerwagen - der kann entdecken, wie wunderbar die Schöpfung zusammengefügt ist. Staunend darf ich mich freuen, dass alles so wunderbar gemacht ist.
Und dann kann ich erfreut wieder meine Arbeit aufnehmen, auch die schweren Dinge in meinem Leben angehen, und erfüllt von dem Guten auch mit dem Umgehen, was nicht gut ist. Ja, mehr noch: mit meiner Freude kann ich andere anstecken und damit die Welt für einen kleinen Augenblick besser machen.
Dabei wünsch ich Ihnen viel Spass!
Ihr Peter Wieboldt, Pfarrer in Dörnten, Ostharingen, Upen