Friedenslicht aus Betlehem

 

Morgen am 3. Advent ist es wieder soweit! Dann kommt das Friedenslicht aus Bethlehem über die Bahnhöfe in Deutschland bei den Organisationen, Vereinen und auch bei den Kirchengemeinden der unterschiedlichsten Konfessionen an. Seit 1986 wird es jedes Jahr in den Wochen vor Weihnachten von einem Kind aus Oberösterreich in der Geburtsgrotte Jesu in der Kirche in Betlehem entzündet. Die Idee stammte aus dem oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks. Nach ihr soll ein Licht aus Betlehem als Botschafter des Friedens durch die europäischen Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden. Seit1994 haben Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland die Aufgabe übernommen, dass das Friedenslicht über Wien nach Deutschland gelangt und an den Bahnhöfen als Stafette weiter verteilt wird.

„Tragt in die Welt nun ein Licht, sagt allen: fürchtet euch nicht! Gott hat euch lieb, Groß und Klein! Seht auf des Lichtes Schein“, heißt es in der ersten Strophe eines Kirchenliedes. Für Christinnen und Christen sind alle Menschen auf Gottes Zuwendung und Liebe angewiesen, darin sind alle Menschen bei aller Verschiedenheit gleich. Die Botschaft von der Liebe Gottes gilt allen Menschen, sie verbindet. Als Zeichen dafür strahlt das Licht aus Betlehem ab morgen in über 25 Länder in Europa und in Amerika. Es wurde in der Geburtskirche in Betlehem angezündet, wo Jesus Christus nach christlicher Überlieferung geboren wurde. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Bethlehem haben seit Jahrzehnten den Konflikt zwischen Israel und dessen arabischen Nachbarstaaten, zwischen Juden und Palästinensern im eigenen Land erleben und erleiden müssen. So wird dieses kleine Licht zum Symbol der Hoffnung auf Frieden in der Welt. Auch dieses Jahr wird es an Weihnachten in vielen Ländern unserer Erde in zahlreichen Kirchengemeinden und Wohnzimmern, Krankenhäusern und Kindergärten, Seniorenheimen, Asylbewerberunterkünften, Rathäusern und Justizvollzugsanstalten leuchten. Als ein Netzwerk über alle nationalen Grenzen hinweg erinnert uns das Friedenslicht aus Bethlehem so daran, Gottes Liebe zu den Menschen und die Botschaft seines Friedens in die Welt hinauszutragen!

 

Dirk Glufke, Pfarrer im Pfarrverband Liebenburg – Klein Mahner

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