Propsteisynode

Die Propsteisynode ist das „Parlament“ der Gemeinden und Einrichtungen unserer Propstei.

Als solche wählt sie natürlich den „Regierungschef“, den Propst, und beschließt den Haushaltsplan und den Stellenplan der Propstei.

Aber darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer kirchlicher Aufgaben, an denen sie beteiligt ist. Umfassend wird dies in § 37 Abs. 1 der Propsteiordnung beschrieben:

  • Die Propsteisynode berät Fragen des kirchlichen Lebens, insbesondere Angelegenheiten der Propstei. Sie kann der Landessynode Anregungen geben und in Angelegenheiten von gesamtkirchlicher Bedeutung ... Anträge an die Landessynode stellen.

So kann die Synode zu einer wichtigen Kontaktstelle werden, die Anregungen und Kritik von der „Basis“, den Gemeinden, aufnimmt und diese „nach oben“, zur Landessynode oder zum Landeskirchenamt weiter gibt.

Für die Gemeinden kann die Synode, wenn sie ihre Möglichkeiten nutzt, eine Plattform zum Austausch von Erfahrungen und zum Kennenlernen neuer Ansätze einer lebendigen Gemeindearbeit sein.

Die Goslarer Propsteisynode hat sich damit nicht begnügt, sondern immer auch gesellschaftliche Kernthemen aufgegriffen, bei denen es etwa um die Bewahrung von Leben, Schöpfung und Frieden geht. Indem sie dabei den christlichen Blickwinkel herausarbeitet und durch Erklärungen in die Öffentlichkeit trägt, nimmt sie in maßvoller Weise an der gesellschaftlichen Wertediskussion teil.



 

Synoden 2016

 

Frühjahrssynode

Samstag, 12. März 2016  (Gemeinde St. Georg)

Thema:  Gestaltungsräume in der Propstei Goslar

Bericht von Andreas Jensen

Nun stehen sie abgezirkelt, die Spielfelder künftiger kirchlicher Arbeit.Das ist die Aufgabe der Propsteisynodegewesen, die am 12. März in den Räumen der Kirchengemeinde St. Georgtagte. Die Spielfelder stehen, allerdings weiss noch niemand genau, wie viele es sein werden können, da dies auf höherer Ebene beschlossen werden wird. Was heisst das? Das heisst, dass es zwei Varianten geben wird. Die erste Variante der Zusammensetzung der Liga Goslar - Propstei berücksichtigt den Wunsch der Gemeinden Langelsheim, Astfeldund Wolfshagen in einer Auswahl eben dieser Goslarpropsteiliga mitspielen zudürfen. Das muss „unsere FIFA“, in diesem Falle die Kirchenregierung entscheiden. Die Ligakommission Goslar,das heisst die Propsteisynode, unterstützt jedoch den Beitrittswunsch. Dieser hätte zur Folge, dass vier Spielfelder abgekreidet werden, nämlich Spielfeld Goslar, auf dem miteinander alle Kirchengemeinden unserer Kaiserstadt (inklusive Oker und Hahndorf,exklusive Jerstedt) ihre Auswahlen auflaufen lassen werden. Des Weiteren das Spielfeld westlich davon - das Stadion hat noch keinen festen Namen - mit den Feldspielern aus Jerstedt und Bredelem, Langelsheim, Astfeld und Wolfshagen, das Spielfeld Liebenburg der Scorer aus den Heimteams Liebenburg, Dörnten, Ostharingen, Heißum, Döhren, Neuenkirchen, Klein Mahner und schließlich die Arena Innerstetal, dievon Ringelheim und Neuwallmoden im Süden bis Baddeckenstedt und Rhene im Norden reicht und die meisten gemeindlichen Akteure in ihrer Selektion zusammen bindet. Soweit Variante eins.

Variante zwei ergibt für die Liga Goslar drei Spielstätten (Regionen), sie wird gegründet, wenn das FIFA-Komitee in Wolfenbüttel dem Ersuchen von Langelsheim, Astfeld und Wolfshagen nicht statt gibt. Spielfeld Goslar bleibt wie es ist, das Stadion Liebenburg heisst für diesen Fall die Jersteder und Bredelemer Delegaten herzlich willkommen, und die Arena Innerstetal bleibt ebenfalls in der Zusammensetzung konstant. Unsere Spielfeldabkreidungen unterliegen nun - mindestens wenn wir vier Arenen in der Liga bekommen werden - einem weiteren doppelten Genehmi-gungsvorbehalt. Er hat mit dem Umstand zu tun, dass in dem Richtlinienwerk unserer Dachorganisation richtigerweise nicht davon ausgegangen wird, dass ganze Gemeinden vollständig das Spielgeschehen auf den Spielfeldern ausleben. Sie werden vielmehr vertreten durch gemeindliche Repräsentatinnen und Repräsentan- ten, Profis, die wie in der Welt des Fussballsüblich, von der Notwendigkeit durch zusätzliche Erwerbsarbeit für den nötigen Lebensunterhalt zu sorgen, entbunden sind. Sie stehen als Profis unter Vertrag und bekommen entsprechende finanzielle Mittel, um sich ganz auf dieSaison zu konzentrieren. In unserem Fall - das nimmt nicht Wunder - sind das nun die Pfarrer/innen. Durch Training und Coaching mit und durch Ihre Gemeinden laufen sie sowohl mit einem definierten Profil als auch mit ihrem eigenen Kopf aufs Spielfeld der Kooperationen auf. Das bildet den Hintergrund des doppelten Genehmigungsvorbehaltes, vondem die Rede war. Zum einen werden im Goslarstadion streng genommen zu viele Feldspieler auf dem Rasen ihr Glück ver- suchen und in der Arena Liebenburg zu wenige. Dass dies kein Genehmigungs- hindernis wird, daran wird gearbeitet. Bei genauer Betrachtung der Spielstätten kommt noch eine weitere Entscheidung in Sicht. Die Frage nämlich, unter welchem konkreten Regelwerk gekickt werden soll. Unsere FIFA-Statuten lassen Spielräume - aber nicht für das Goslarer Stadion. Aufgrund der Spielerzahl und deren Heimclubs kommt nur eine Version infrage. Der Gemeindekirchenverband. Zu ihm sei gesagt:
In fastvergleichbarer Regulierung treffen sich Goslarer Auswahlen bereits seit der Saison 1912 regelmäßig zum Kicken. Das alte Stadion, in dem dies stattfindet, befindet sich gegenwärtig im Umbau und wird künftig keine wirkliche Spielstätte mehr sein. Der Name des alten Stations: Kirchenverband Goslar Arena. Soweit der Stand der Dinge. Nicht nur Kenner der schönsten Nebensache der Welt, wo der runde Ball in 90 Minuten ins Eckige finden soll, wissen: Es reicht nicht eine Truppe von Profis auf den Platz zu stellen und zu sagen: Macht mal! Das wird nichts. Das wird schon allein deshalb nichts, weil die Heimatclubs dieser Profis ganz unterschiedliche Erwartungen in die Spiele im Stadion setzen, und das wird auch deshalb nichts, weil dann keine abgesprochene Strategie leitend wäre. Um rauschende Spielabende, beglückende Zusammenkünfte realisieren zu können, wird über Spielerketten und die Grund- philosophie Klarheit herrschen müssen (Offensivfußball, maximaler Ballbesitz, mini- male Aktionen bei höchstmöglicher Trefferausbeute, nur Freundschaftspartieen etc.). Da sind wir dran, das ist vor Anpfiff zuklären, wann immer der sein wird. Nur soviel sei gesagt: Es verhält sich wie bei der EM. Einige können es nicht erwarten, dass es endlich losgeht!

 

Andreas Jensen (der von Fußball nichtdie allergrößte Ahnung hat)

 

 

Mittlerweile hat die Kirchenregierung der Braunschweigischen Landeskirche entschieden, dass die Kirchengemeinden in Astfeld, Langelsheim und Wolfshagen künftig zur Propstei Goslar gehören sollen. Wir heißen die neuen Gemeinden herzlich in unserer Propstei willkommen.

Mit der nun getroffenen Entscheidung ist auch klar, dass die Propstei Goslar künftig vier Gestaltungsräume haben wird.

Thomas Gunkel 

 

 

Propstei Goslar | Kirche für und mit Menschen in Stadt & Land Goslar